Kategorie: Allgemein

  • Die neue Dauerausstellung

    Die neue Dauerausstellung

    Das Freilichtmuseum bekommt eine neue und moderne Ausstellung:

    Diese soll die alte Dauerausstellung im Langhaus I des archäologischen Freilichtmuseums ersetzen. Das Langhaus muss allerdings erst renoviert werden, bevor die neuen Vitrinen eingebaut werden können. Dafür muss das Haus komplett geräumt und das Dach dringend erneuert werden.

    Erst wenn das Langhaus ein neues Dach bekommen hat, können wir beginnen, die neue Dauerausstellung zu verwirklichen.

     

    Ein Anfang ist gemacht!

    Zum Volunteers Day 2026 (23.06.2026) standen uns den ganzen Tag zwei Mitarbeiterinnen der Firma Wolters Kluwer aus Salzwedel unentgeltlich zur Seite und wir konnten beginnen, unser Langhaus I leerzuräumen. Eine der beiden Frauen konnte sich auch noch daran erinnern, selber als Kind bei uns gewesen zu sein und die Ausstellung bewundert zu haben.

    Zum Abschluss des Tages überraschten uns die beiden Freiwilligen noch mit einer Geldspende der Firma Wolters Kluwer wofür wir uns noch einmal recht herzlich bedanken.

    In der Woche vom 29. Juni bis 03. Juli haben wir das Haus komplett ausgeräumt und die alte Dauerausstellung abgebaut. Dabei standen uns Freiwillige des Fördervereins des Museums mit Rat und Tat zur Seite.

    Teile der alten Dauerausstellung sind im kleinen Raum des Langhauses Phönix weiterhin für unsere Besucher ausgestellt.

     

    Das neue Dach

    Am 06. Juli beginnt die Reetdachdeckerei Uwe Behr aus Winsen mit dem Abriss der alten Dachhaut. Danach wird das neue Reetdach aufgebunden.

     

     

     

     

  • Woche der Natur 2026

    Woche der Natur 2026

    Die „Woche der Natur“ im Freilichtmuseum Hitzacker!

    In Niedersachsen findet vom 13. bis 28. Juni 2026 die Woche der Natur statt und auch das Freilichtmuseum Archäologische Zentrum Hitzacker ist in diesem Jahr wieder dabei.

    Im ganzen Bundesland werden über 1.000 Veranstaltungen angeboten, die Naturerlebnisse bieten: Ob Waldspaziergänge, Fledermausführungen oder Kanutouren – die Auswahl ist vielfältig!

    Eine Übersicht über die kostenlosen Angebote finden Sie auf www.bingo-umweltlotterie.de/woche-der-natur/veranstaltungen. Die Anmeldungen sind im Zeitraum 29.05. bis 16.06.2026 möglich.

    Die Veranstaltungen des archäologischen Freilichtmuseum Hitzacker finden sie auch über die unten aufgeführten Links. Diese führen Sie auf unsere Beschreibung der Programme, dort finden Sie weitere Informationen und auch den Link zur direkten Anmeldung für das Programm über die Bingo-Umweltstiftung.

    Die Teilnahme an den Angeboten der „Woche der Natur“ sind mit freundlicher Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und des „Fördervereins Archäologisches Zentrum Hitzacker“ kostenfrei.

        

    Die Woche der Natur ist eine Aktion der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (NBU) in Kooperation mit BINGO! – Die Umweltlotterie, die von vielen unterschiedlichen Organisationen und Personen aus Niedersachsen getragen wird. Diese sind für die Inhalte der Veranstaltungen verantwortlich. Zentrales Ziel ist, Naturerlebnisse zu schaffen, um die Menschen und vor allem Kinder wieder mit der Natur in Berührung zu bringen.

    Die NBU ist eine vom Land Niedersachsen gegründete Umweltstiftung, deren Finanzierung aus Mitteln der Glücksspielabgabe und hierbei größtenteils aus Einnahmen durch BINGO!- Die Umweltlotterie erfolgt (www.bingo-umweltstiftung.de). Sie fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege.

  • Die Fördermittel sind da!

    Die Fördermittel sind da!

    Die neue Dauerausstellung wird ihre Heimat in unserem ältesten Gebäudemodell, dem Langhaus I, finden. Genau da, wo auch jetzt schon Interessantes über die Bronzezeit in Hitzacker zu erfahren ist.

    Die neue Ausstellung ist in drei Themen gegliedert.

    1. Einführung in die Bronzezeit und in die Archäologie: Hier erfährt der Besuchende woher wir wissen, dass hier vor über 3.000 Jahren Menschen gesiedelt haben und wie wir von den Hausgrundrissen zu den Gebäudemodellen mit Hilfe der Experimentellen Archäologie gekommen sind.

    2. Lebensraum Bronzezeit: Der Mensch nutzt die naturräumliche Umgebung für seinen Lebensunterhalt und beeinflusst zugleich auch die Natur durch Ackerbau, Viehzucht und Siedlungsbau. Die Gestaltung der Landschaft nimmt hier ihren Anfang.

    3. Handel und Migration: Obwohl es in Lüchow-Dannenberg keine Kupfer- oder Zinnvorkommen gibt, finden wir dennoch Werkzeuge und Schmuck aus Bronze. Menschen, die eine neue Heimat suchen oder Handel über Land und auf Wasserwegen betreiben, bringen auch neue Ideen oder Techniken mit.

    Alle Themen sind mit Texten, Bildern und Stationen für Aktivitäten aufbereitet.

    Inzwischen laufen nun die Ausschreibungsverfahren zunächst für die Erneuerung des Reetdachs, sowie für die Erstellung der Ausstellungsmöbel (Vitrinen, Stellwände, Hands On-Stationen etc.). 

    Das gesamte Projekt wurde mit rund 376.500 € veranschlagt. Davon werden rund 56.466 € durch die Kofinanzierungshilfe und 263.511 € aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – Programmgebiet Übergangsregion (ÜR) und Mitteln des Landes Niedersachsen aus der Förderrichtlinie „Landschaftswerte 2.0“ zur Verfügung gestellt.

    Wir danken unseren Förderern für die Unterstützung!

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  • Die Bronze fließt…

    Die Bronze fließt…

    An diesem Wochenende ist es wieder soweit und im archäologischen Freilichtmusem haben Sie die Möglichkeit, sich ein eigenes Messer, Schwert oder ähnliches größeres Kunstwerk aus Bronze zu fertigen. Dieser faszinierende Werkstoff war schon vor 4.00 Jahren bekannt und ist die erste Metall-Legierung, welche für die Produktion von Waffen, Werkzeugen und auch Schmuck genutzt wurde.

    Bevor die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung beginnen selbstständig zu arbeiten, gibt es eine kurze Einführung in die Historie des Gießens und die Herstellung einer Kokille. Für die Formanfertigung stehen Schwerter und Messer, die den Funden aus der Bronzezeit nachempfunden sind, zum Abformen zur Verfügung.

    Dann wird´s richtig heiß: Gemeinsam heizen wir unsere Lehm-Esse auf 1.200 °C auf und verschmelzen Kupfer und Zinn zur flüssigen Bronze. Diese wird dann unter Anleitung und mit Hilfestellung des fachkundigen Personals in die vorbereitete Form gegossen. Zum Abschluss gilt es, dem gegossenen Gegenstand die schöne goldene Oberfläche zu entlocken. Unter Anleitung zur Nachbereitung des Rohlings gelingt jedem Teilnehmeden ein individuelles, glänzendes Unikat.

    Die Objekte dürfen selbstverständlich mit nach Hause genommen werden.

    Weitere Termine auch nach Vereinbarung möglich!

  • Freilichtmuseum goes Instagram

    Freilichtmuseum goes Instagram

    Es ist endlich soweit, seit kurzem ist das Freilichtmuseum Archäologisches Zentrum Hitzacker auch auf Instagram zu finden! Hier zeigen wir neben aktuellsten Informationen zu unseren Programmen oder Aktionen auch Blicke hinter die Kulissen!

    Vernetzt Euch mit uns, folge oder like uns!

    https://www.instagram.com/bronze_us

  • Woche der Natur 2025

    Woche der Natur 2025

    Die „Woche der Natur“ im Freilichtmuseum Hitzacker!

    In Niedersachsen findet vom 21.06. bis 02.07.2025 die Woche der Natur statt und auch das Freilichtmuseum Archäologische Zentrum Hitzacker ist in diesem Jahr wieder dabei.

    Im ganzen Bundesland werden über 1.000 Veranstaltungen angeboten, die Naturerlebnisse bieten: Ob Waldspaziergänge, Fledermausführungen oder Kanutouren – die Auswahl ist vielfältig!

    Eine Übersicht über die kostenlosen Angebote finden Sie auf www.bingo-umweltlotterie.de/woche-der-natur/veranstaltungen. Die Anmeldungen sind im Zeitraum 02.06. bis 19.06.2025 möglich.

    Die Veranstaltungen des archäologischen Freilichtmuseum Hitzacker finden sie auch über die unten aufgeführten Links. Diese führen Sie auf unsere Beschreibung der Programme, dort finden Sie weitere Informationen und auch den Link zur direkten Anmeldung für das Programm über die Bingo-Umweltstiftung.

    Die Teilnahme an den Angeboten der „Woche der Natur“ sind mit freundlicher Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung kostenfrei.

     

    Die Woche der Natur ist eine Aktion der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (NBU) in Kooperation mit BINGO! – Die Umweltlotterie, die von vielen unterschiedlichen Organisationen und Personen aus Niedersachsen getragen wird. Diese sind für die Inhalte der Veranstaltungen verantwortlich. Zentrales Ziel ist, Naturerlebnisse zu schaffen, um die Menschen und vor allem Kinder wieder mit der Natur in Berührung zu bringen.

    Die NBU ist eine vom Land Niedersachsen gegründete Umweltstiftung, deren Finanzierung aus Mitteln der Glücksspielabgabe und hierbei größtenteils aus Einnahmen durch BINGO!- Die Umweltlotterie erfolgt (www.bingo-umweltstiftung.de). Sie fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege.

     

  • Ferienprogramm 2025

    Ferienprogramm 2025

    Ferienprogramm im Museum

    Der Sommer ist angekommen und die Ferien haben begonnen.

    Das Freilichtmuseum Archäologisches Zentrum bietet die Möglichkeit sich in der schulfreien Zeit mit der Natur und unserer Geschiuchte zu beschäftigen.

    Jede Woche finden Aktionsprogramme zu unterschiedlichen Themen statt. So werden aus einfachen Holzlatten surrende Musikinstrumente, aus Schilfrohr werden Platzsets, Sitzmatten oder Tischläufer, aus Weidenzweigen werden von Traumfängern bis hin zu Unikaten der eigenen Phantasie angefertigt. Auch lassen sich unterschiedliche Jagdwaffen der Vorgeschichte ausprobieren oder mit Naturmaterialien von Schmuckstücken über Armbändern bis hin zu Taschen bauen.

    All diese Programme finden im einzigartigen Ambiente des Freilichtmuseums Archäologisches Zentrum Hitzacker statt.

    Als besonderer Leckerbissen beginnt jeden (!) Samstag um 14:00 Uhr unser Aktionsprogramm „Abenteuer Bronzezeit“. Dafür ist keine Anmeldung nötig, einfach pünktlich vorbeischauen und eine Reise in eine längst vergangene Zeit genießen.

    Dabei lässt sich die Ruhe an der Jeetzel genießen und wer mag, kann selbst kreativ werden.

  • Wir suchen Dich!

    Wir suchen Dich!

    Dir macht es Spaß, mit Kindern und Erwachsenen zu arbeiten? Du bist geschickt und kannst vor Gruppen sprechen? Du arbeitest gerne an der freien Luft?

    Dann bist Du bei uns genau richtig: Das Freilichtmuseum Archäologische Zentrum Hitzacker sucht Honorarmitarbeiter für die Museumspädagogik.

    Wir bieten Dir eine wundervolle Arbeitswelt in der einzigartigen Atmosphäre des Freilichtmuseums. Als Honorarmitarbeiter bekommst Du nach einer Einarbeitung die Möglichkeit, die Gruppen und Veranstaltung der Museumspädagogik zu betreuen und zu leiten.

    Wir freuen uns sehr, von Dir zu hören: schreibe einfach eine email an muspaed(at)archaeo-centrum.de oder benutze unser Kontaktformular!

  • Egal ob jung oder alt – der Bundesfreiwilligendienst geht immer!

    Egal ob jung oder alt – der Bundesfreiwilligendienst geht immer!

    Unsere Einsatzbereiche:

    1. Innenbereich (Rezeption)

    Im Archäologischen Zentrum besteht ein vielseitiger Kontakt zu den Besuchern, die sich sowohl aus Kindern und Jugendlichen, als auch aus Erwachsenen zusammensetzen. Hier gilt es, umfassende Informationen zu den rekonstruierten Gebäuden der Bronzezeit, den pädagogischen Programmen und Veranstaltungen der Einrichtung zu geben, zu beraten und Buchungen entgegen zu nehmen. Hilfestellungen für Gäste mit Behinderungen werden angeboten, gleichzeitig erfolgt auch eine Beratung im Museumsshop, dessen Betrieb im Interesse des Erhalts der Einrichtung erfolgt. Die Mitarbeiter werden intensiv mit den angebotenen pädagogischen Programmen vertraut gemacht, sodass sie die Arbeit des Museumsteams unterstützen und begleiten können. Der Arbeitsplatz befindet sich vorwiegend im Bereich der Rezeption. In der Zeit nach Schließung des Museums wird darüber hinaus erforderliche Abwicklungsarbeiten, Inventur u.a. unterstützen.

    2. Außenbereich (Gebäude- und Landschaftspflegeassistent)

    Das weitläufige Gelände und die von Witterungseinflüssen, Hoch- und Grundwasser immer wieder in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude und museumspädagogischen Stationen (vorwiegend Lehmbauten) bedürfen einer intensiven Pflege und Betreuung. Hierzu zählen insbesondere die Pflege der Grünanlagen (Parkanlage, Feldbau, Kräuterhort, Natur-Erlebnis-Pfad, Teichanlage) und Reinigung der Gebäude, sowie eine Unterstützung bei der Vor- und Nachbereitung von museumseigenen Veranstaltungen.

    Natürlich würde es uns auch interessieren, ob Sie lieber im landschaftsgärtnerischen oder im Rezeptionsbereich tätig sein möchten.

  • Alle Häuser

    Alle Häuser

    Langhaus I

    Das Langhaus I datiert in die jüngere Bronzezeit und wurde 1990 im Freilichtmuseum als erstes Gebäude eröffnet. Das ca. 22,40 m lange, 6 m breite und 5 m hohe Wohn-Stallhaus ist als vierschiffiges Wandgräbchenhaus mit Lehm-Flechtwänden konstruiert. Paarig angeordnete Mittelpfosten bilden mit den Querriegeln sieben Joche. Die Vollwalm-Dachkonstruktion erhielt eine Weichdachdeckung mit Reet.

    Besonderheiten:

    Die gesamte Bauzeit betrug etwa 1 Jahr, wobei mindestens 5 – 6 Personen von der Beschaffung der Baumaterialien, der Zuarbeitung der Hölzer bis zum Lehmauftrag an Wänden und Fußboden gearbeitet haben. Die Verbindungen der Joche wurden mit Stein- und Bronzerepliken im Rahmen der Experimentellen Archäologie gearbeitet. Bei den Bindungen der Dachlatten auf die Sparren wurde mit verschiedenen Bindematerialien experimentiert (Knöterich, Weide, Leder, etc.).

    Langhaus Phönix

    Das jüngste Gebäude, Langhaus Phönix, datiert ebenfalls in die jüngere Bronzezeit und wurde 2010 dem Publikum übergeben. Mit seinen Ausmaßen von 27 m Länge, 7 m Breit und 6 m Höhe entspricht es dem zuvor abgebrannten Langhaus II. Es handelt sich um die Konstruktion eines zweischiffiges Wandgräbchenhaus. Die Wände wurden in drei verschiedenen Versionen ausgeführt: als Palisadenwand, als Lehm-Flechtwand und als Spaltbohlenwände. Auf den hohen Wänden liegt im Westen ein Vollwalmdach, im Osten bildet ein gerader Giebel mit vorgezogenem Dach den Gebäudeabschluss.

    Besonderheiten:

    Die die Konstruktion einer Durchfahrt erhielt das Wohn-Stallhaus eine Teilung in zwei Räume. Die Durchfahrt ergab sich aus den zwei gegenüberliegenden Hauseingängen. Sie entspricht den Achsbreiten bronzezeitlicher Wagen. Ein Dachboden zeigt die Möglichkeit der Raumgewinnung in den Satteldächern. Nach Osten wurde das Dach vorgezogen und bietet einen hellen und geschützten Arbeitsbereich. In die Spaltbohlenwand wurde eine Aussparung für eine Fensteröffnung eingearbeitet.

    Langhaus III

    Langhaus III zeigt die Konstruktion des ältesten Gebäudes und datiert in die ältere Bronzezeit. Es wurde 1996 eröffnet. Mit einer Länge von 32 m ist es das größte Haus (Breite 7m, Höhe 6 m). In der Mitte des Grundrisses konnten keine Firstpfosten nachgewiesen werden, dafür aber je vier Seitenpfosten. Wir entwickelten daraus eine Mischbauweise zwischen zweischiffigem (Ost- + Westteil) und dreischiffigem (Mitte) Wandgräbchenhaus. Da die Wandpfostenlöcher auf sehr große Pfosten hinwiesen, die sehr eng beieinanderstehen, wurden die Wandfüllungen mit Grassoden aufgebaut. Langhaus III hat ein Vollwalmdach, das mit Reet gedeckt wurde.

    Besonderheiten:

    Der Abstand zwischen den Firstpfosten in der Mitte (8,40 m) wurde durch Kopfbänder überbrückt. Das Gebäude verfügt über vier Eingänge. Bedingt durch Schäden von drei Hochwassern und den Sicherheitsstandards für Veranstaltungen wurde der Fußboden 2009 als Dielenboden auf Betonstreifenfundamenten ausgeführt.

    Brandruine Langhaus II

    Im Jahre 1993 konnten wir unser zweites Langhaus eröffnen, das wir allerdings 2008 durch Brandstiftung verloren. Heute dient die Brandruine Langhaus II als Forschungsobjekt. Nach dem Brand wurde die östliche Gebäudehälfte archäologisch untersucht, um die nachweisbaren Spuren eines solchen Schadfeuers zu erfassen. Die westliche Hälfte wird nun den Elementen ausgesetzt und der Zerfall dokumentiert. Das ehemals 27 m lange, 7,90 m breite und 5 m hohe Wohn-Stallhaus war nicht leicht aus der archäologischen Befundlage herauszulesen, da die Wandkonstruktion sich nicht durch ein Wandgräbchen hervorhob. Daher wurde ein vierschiffiger Pfostenständerbau konstruiert, dessen Wandfüllungen aus Grassoden und Rundholzabfällen bestand. Langhaus II erhielt ein Vollwalmdach mit Reetdeckung.

    Besonderheiten:

    Der Aspekt des ökonomischen Verbrauchs von Baumaterialien stand bei der Errichtung im Vordergrund (z. B. Holzabfälle von der Dachkonstruktion dienten als Wandfüllung).

    Totenhaus

    Das Totenhaus ergänzt das Gebäudeensemble seit 1997, sowohl in der Konstruktionsform als auch thematisch, handelt es sich doch hier nicht um ein Gebäude für die Lebenden, sondern für Verstorbene. Der Grundriss zeigte eine Konstruktion von ca. 4 m x 3,50 m Größe und ca. 3 m Höhe mit einer Datierung in die Mittlere Bronzezeit. Eine Überdachung ist im Befund nicht nachgewiesen. Die sehr mächtigen Pfosten tragen ein Dachkonstruktion mit aufgestielten Firstpfosten – von denen im archäologischen Befund nichts mehr zu sehen sein kann. Die Wandpfosten wurden nicht ausgekleidet.

    Besonderheiten:

    Der Grundriss stammt aus Schutschur (8 km nördlich von Hitzacker). Das Verbreitungsgebiet der Totenhäuser beschränkt sich auf die Region zwischen Stade und dem Fluss Aller. Mittig im Kopfsteinpflaster blieb eine Aussparung für den Baumsarg mit einer meist weiblichen Körperbestattung. Ein Dach konnte nur selten archäologische nachgewiesen werden, wurde hier als Schutz konstruiert. Brandspuren weisen darauf hin, dass der Komplex abgebrannt wurde.

    Grubenhaus

    Als das Grubenhaus 2002 fertiggestellt war, überflutete das erste Jahrhunderthochwasser der Elbe das Gelände des Freilichtmuseums und damit auch das Grubenhaus. Es datiert in die jüngere Bronzezeit und ist mit seiner leicht trapezoiden Grundfläche von ca. 20 m² relativ groß (Länge 5 m, Breite 4,50 m, Höhe 4 m). Auch hier konnten sehr mächtige tragende Pfosten aber keine Spuren von Firstpfosten nachgewiesen werden. Daher wurde das reine Satteldach, mit zwei Giebeln, durch diagonale Windrispen in der Dachkonstruktion verstärkt.

    Besonderheiten:

    Der Grundriss stammt aus Zedau (Sachsen-Anhalt). Der Boden ist ca. 80 cm grubenartig in den anstehenden Boden eingetieft. Die Bemalung beruht auf Erkenntnissen aus dem süddeutschen Raum. Vermutlich dienten Grubenhäuser zunächst als Werkstätten (Bronzeschmied, Weber) und erst in den jüngeren Zeiten auch als Wohnhäuser.

    Flyer: Alle Infos zu unseren Häusern

    Sie können den Flyer zu den Gebäuden inklusive Hausgrundrissen bei uns für 0,50 € (Versandkosten 2,50 €) erwerben.