Autor: blauzweig

  • Egal ob jung oder alt – der Bundesfreiwilligendienst geht immer!

    Egal ob jung oder alt – der Bundesfreiwilligendienst geht immer!

    Unsere Einsatzbereiche:

    1. Innenbereich (Rezeption)

    Im Archäologischen Zentrum besteht ein vielseitiger Kontakt zu den Besuchern, die sich sowohl aus Kindern und Jugendlichen, als auch aus Erwachsenen zusammensetzen. Hier gilt es, umfassende Informationen zu den rekonstruierten Gebäuden der Bronzezeit, den pädagogischen Programmen und Veranstaltungen der Einrichtung zu geben, zu beraten und Buchungen entgegen zu nehmen. Hilfestellungen für Gäste mit Behinderungen werden angeboten, gleichzeitig erfolgt auch eine Beratung im Museumsshop, dessen Betrieb im Interesse des Erhalts der Einrichtung erfolgt. Die Mitarbeiter werden intensiv mit den angebotenen pädagogischen Programmen vertraut gemacht, sodass sie die Arbeit des Museumsteams unterstützen und begleiten können. Der Arbeitsplatz befindet sich vorwiegend im Bereich der Rezeption. In der Zeit nach Schließung des Museums wird darüber hinaus erforderliche Abwicklungsarbeiten, Inventur u.a. unterstützen.

    2. Außenbereich (Gebäude- und Landschaftspflegeassistent)

    Das weitläufige Gelände und die von Witterungseinflüssen, Hoch- und Grundwasser immer wieder in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude und museumspädagogischen Stationen (vorwiegend Lehmbauten) bedürfen einer intensiven Pflege und Betreuung. Hierzu zählen insbesondere die Pflege der Grünanlagen (Parkanlage, Feldbau, Kräuterhort, Natur-Erlebnis-Pfad, Teichanlage) und Reinigung der Gebäude, sowie eine Unterstützung bei der Vor- und Nachbereitung von museumseigenen Veranstaltungen.

    Natürlich würde es uns auch interessieren, ob Sie lieber im landschaftsgärtnerischen oder im Rezeptionsbereich tätig sein möchten.

  • Alle Häuser

    Alle Häuser

    Langhaus I

    Das Langhaus I datiert in die jüngere Bronzezeit und wurde 1990 im Freilichtmuseum als erstes Gebäude eröffnet. Das ca. 22,40 m lange, 6 m breite und 5 m hohe Wohn-Stallhaus ist als vierschiffiges Wandgräbchenhaus mit Lehm-Flechtwänden konstruiert. Paarig angeordnete Mittelpfosten bilden mit den Querriegeln sieben Joche. Die Vollwalm-Dachkonstruktion erhielt eine Weichdachdeckung mit Reet.

    Besonderheiten:

    Die gesamte Bauzeit betrug etwa 1 Jahr, wobei mindestens 5 – 6 Personen von der Beschaffung der Baumaterialien, der Zuarbeitung der Hölzer bis zum Lehmauftrag an Wänden und Fußboden gearbeitet haben. Die Verbindungen der Joche wurden mit Stein- und Bronzerepliken im Rahmen der Experimentellen Archäologie gearbeitet. Bei den Bindungen der Dachlatten auf die Sparren wurde mit verschiedenen Bindematerialien experimentiert (Knöterich, Weide, Leder, etc.).

    Langhaus Phönix

    Das jüngste Gebäude, Langhaus Phönix, datiert ebenfalls in die jüngere Bronzezeit und wurde 2010 dem Publikum übergeben. Mit seinen Ausmaßen von 27 m Länge, 7 m Breit und 6 m Höhe entspricht es dem zuvor abgebrannten Langhaus II. Es handelt sich um die Konstruktion eines zweischiffiges Wandgräbchenhaus. Die Wände wurden in drei verschiedenen Versionen ausgeführt: als Palisadenwand, als Lehm-Flechtwand und als Spaltbohlenwände. Auf den hohen Wänden liegt im Westen ein Vollwalmdach, im Osten bildet ein gerader Giebel mit vorgezogenem Dach den Gebäudeabschluss.

    Besonderheiten:

    Die die Konstruktion einer Durchfahrt erhielt das Wohn-Stallhaus eine Teilung in zwei Räume. Die Durchfahrt ergab sich aus den zwei gegenüberliegenden Hauseingängen. Sie entspricht den Achsbreiten bronzezeitlicher Wagen. Ein Dachboden zeigt die Möglichkeit der Raumgewinnung in den Satteldächern. Nach Osten wurde das Dach vorgezogen und bietet einen hellen und geschützten Arbeitsbereich. In die Spaltbohlenwand wurde eine Aussparung für eine Fensteröffnung eingearbeitet.

    Langhaus III

    Langhaus III zeigt die Konstruktion des ältesten Gebäudes und datiert in die ältere Bronzezeit. Es wurde 1996 eröffnet. Mit einer Länge von 32 m ist es das größte Haus (Breite 7m, Höhe 6 m). In der Mitte des Grundrisses konnten keine Firstpfosten nachgewiesen werden, dafür aber je vier Seitenpfosten. Wir entwickelten daraus eine Mischbauweise zwischen zweischiffigem (Ost- + Westteil) und dreischiffigem (Mitte) Wandgräbchenhaus. Da die Wandpfostenlöcher auf sehr große Pfosten hinwiesen, die sehr eng beieinanderstehen, wurden die Wandfüllungen mit Grassoden aufgebaut. Langhaus III hat ein Vollwalmdach, das mit Reet gedeckt wurde.

    Besonderheiten:

    Der Abstand zwischen den Firstpfosten in der Mitte (8,40 m) wurde durch Kopfbänder überbrückt. Das Gebäude verfügt über vier Eingänge. Bedingt durch Schäden von drei Hochwassern und den Sicherheitsstandards für Veranstaltungen wurde der Fußboden 2009 als Dielenboden auf Betonstreifenfundamenten ausgeführt.

    Brandruine Langhaus II

    Im Jahre 1993 konnten wir unser zweites Langhaus eröffnen, das wir allerdings 2008 durch Brandstiftung verloren. Heute dient die Brandruine Langhaus II als Forschungsobjekt. Nach dem Brand wurde die östliche Gebäudehälfte archäologisch untersucht, um die nachweisbaren Spuren eines solchen Schadfeuers zu erfassen. Die westliche Hälfte wird nun den Elementen ausgesetzt und der Zerfall dokumentiert. Das ehemals 27 m lange, 7,90 m breite und 5 m hohe Wohn-Stallhaus war nicht leicht aus der archäologischen Befundlage herauszulesen, da die Wandkonstruktion sich nicht durch ein Wandgräbchen hervorhob. Daher wurde ein vierschiffiger Pfostenständerbau konstruiert, dessen Wandfüllungen aus Grassoden und Rundholzabfällen bestand. Langhaus II erhielt ein Vollwalmdach mit Reetdeckung.

    Besonderheiten:

    Der Aspekt des ökonomischen Verbrauchs von Baumaterialien stand bei der Errichtung im Vordergrund (z. B. Holzabfälle von der Dachkonstruktion dienten als Wandfüllung).

    Totenhaus

    Das Totenhaus ergänzt das Gebäudeensemble seit 1997, sowohl in der Konstruktionsform als auch thematisch, handelt es sich doch hier nicht um ein Gebäude für die Lebenden, sondern für Verstorbene. Der Grundriss zeigte eine Konstruktion von ca. 4 m x 3,50 m Größe und ca. 3 m Höhe mit einer Datierung in die Mittlere Bronzezeit. Eine Überdachung ist im Befund nicht nachgewiesen. Die sehr mächtigen Pfosten tragen ein Dachkonstruktion mit aufgestielten Firstpfosten – von denen im archäologischen Befund nichts mehr zu sehen sein kann. Die Wandpfosten wurden nicht ausgekleidet.

    Besonderheiten:

    Der Grundriss stammt aus Schutschur (8 km nördlich von Hitzacker). Das Verbreitungsgebiet der Totenhäuser beschränkt sich auf die Region zwischen Stade und dem Fluss Aller. Mittig im Kopfsteinpflaster blieb eine Aussparung für den Baumsarg mit einer meist weiblichen Körperbestattung. Ein Dach konnte nur selten archäologische nachgewiesen werden, wurde hier als Schutz konstruiert. Brandspuren weisen darauf hin, dass der Komplex abgebrannt wurde.

    Grubenhaus

    Als das Grubenhaus 2002 fertiggestellt war, überflutete das erste Jahrhunderthochwasser der Elbe das Gelände des Freilichtmuseums und damit auch das Grubenhaus. Es datiert in die jüngere Bronzezeit und ist mit seiner leicht trapezoiden Grundfläche von ca. 20 m² relativ groß (Länge 5 m, Breite 4,50 m, Höhe 4 m). Auch hier konnten sehr mächtige tragende Pfosten aber keine Spuren von Firstpfosten nachgewiesen werden. Daher wurde das reine Satteldach, mit zwei Giebeln, durch diagonale Windrispen in der Dachkonstruktion verstärkt.

    Besonderheiten:

    Der Grundriss stammt aus Zedau (Sachsen-Anhalt). Der Boden ist ca. 80 cm grubenartig in den anstehenden Boden eingetieft. Die Bemalung beruht auf Erkenntnissen aus dem süddeutschen Raum. Vermutlich dienten Grubenhäuser zunächst als Werkstätten (Bronzeschmied, Weber) und erst in den jüngeren Zeiten auch als Wohnhäuser.

    Flyer: Alle Infos zu unseren Häusern

    Sie können den Flyer zu den Gebäuden inklusive Hausgrundrissen bei uns für 0,50 € (Versandkosten 2,50 €) erwerben.

  • Mit der VR-Brille in die Geschichte eintauchen

    Mit der VR-Brille in die Geschichte eintauchen

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    „Natur ist

    … 

    … Arbeit“,
    … Ressource“,
    … Bedrohung“,
    … Forschung“,
    … Verantwortung“,
    … Schönheit“.

    Gemeinsam entwickelten 13 Museen aus Lüneburg und dem Umland diese VR App. Sie können in die virtuelle Welt eintauchen und wandern durch die Bardowicker Mühle oder begleiten einen von Pferden gezogenen Pflug des Freilichtmuseums am Kiekeberg bei der Arbeit während Sie ganz gemütlich im Stuhl unseres Museums sitzen. Das Freilichtmuseum Archäologische Zentrum Hitzacker steuerte Beiträge zu dem Thema „Natur ist Arbeit“ bei. Hier können Sie erleben, wie mit dem Gewichtswebrahmen gearbeitet oder mit einer Steinsichel geerntet wird. Eine neue Welt eröffnet sich!

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